Microsoft und das VLSC-Portal

März 12, 2018
Ted Grams

Autor

Ted Grams

Das Chaos mit den Logins aus Sicht eines Admins

Jedes Unternehmen mit Volumenlizenzverträgen von Microsoft kennt es: Bitte loggen Sie sich in dieses oder jenes Portal ein… Ob es das Volumen Licensing Service Center ist oder das Office 365 Administrationsportal oder viele weitere: Welchen Account verwende ich?

Am Anfang stand die Einladung: Wir haben einen neuen Enterprise Agreement (EA), ein Volumenlizenzvertrag der Firma Microsoft abgeschlossen. Die Verhandlungen mit Microsoft sind abgeschlossen, der Vertrag unterschrieben und jetzt sollte nur noch geprüft werden, ob alles richtig gebucht wurde. In der Einladung zum Onlineportal VLSC (Volume Licensing Service Center) sind alle relevanten Vertragsinformationen hinterlegt. Nachdem dies nicht mein erster EA ist, kenne ich ja die Prozedur. Live ID habe ich ja schon. Moment, das heißt ja jetzt Microsoft-Konto! Nach der Registrierung und den Authentifizierungscodes kann ich mich anmelden. Dies war auch bis Dezember 2017 recht einfach, denn es gab nur eine Kontoart um sich anzumelden. Zwei Monate später werde ich jetzt voller Überraschung aufgefordert zwischen dem Arbeitskonto und dem Microsoft-Konto zu wählen:

Microsoft Volume Licensing Service Center

Ich erinnere mich ein Microsoft-Konto angelegt zu haben. Dann nehmen wir doch dieses. Nachdem ich meine Anmeldedaten eingegeben hatte, bekam ich dann eine Fehlermeldung „Wir können Ihre Aktion leider nicht abschließen.“ So wird es vielen von uns Administratoren gegangen sein. Was ist denn genau passiert? Microsoft hat das Volume Licensing Service Center im Januar 2018 umgestellt und ermöglicht den Administratoren zur Verwaltung auch das Arbeitskonto zu verwenden.

Das Microsoft-Konto
Das Microsoft-Konto ist ein Account, welcher direkt von Microsoft verwaltet und bereitgestellt wird. Damit hat man die Möglichkeit, die Services von Microsoft in Anspruch zu nehmen. Als Privatkunde gerne genutzt, um sich beispielsweise bei Xbox Live anzumelden oder um das private kostenfreie OneDrive zu nutzen.

Das Arbeitskonto
Diese Kontoart stellt das Unternehmen (wir Endkunden) selbst über das Azure Active Directory der Microsoft bereit, sprich wenn Office 365 oder andere Online Services der Microsoft in Anspruch genommen werden. Es wird auf anderen Microsoft Portalen auch gerne „Geschäfts- und Schulkonto“ genannt. Dieses Konto sollte ursprünglich dazu verwendet werden, um den Nutzern eine Identität in der Microsoft-Welt zu geben und dann auch gleich die Lizenzen von Office 365 oder ähnliches zuweisen zu können.
Seit Ende Januar 2018 dient dieses Konto, nicht nur als Administrator im Office 365 Portal die Services zu verwalten oder als Endnutzer die Online Services zu konsumieren, sondern auch noch dazu die Online Services im VLSC zu verwalten.

Die Verwirrung beginnt: Im Hintergrund wurden die Microsoft-Konten mit den Arbeitskonten abgeglichen und die Berechtigungen von dem Microsoft-Konto auf das Arbeitskonto übertragen. Was heißt das für uns Nutzer? Bisher hat sich der Administrator immer mit dem Microsoft-Konto zu geschäftlichen Zwecken angemeldet. Nun funktioniert das so nicht mehr, da sich der Admin mit seinem Arbeitskonto anmelden muss. Allerdings kann es sein, dass dieses Arbeitskonto bereits mit anderen Services verknüpft ist. Schlimmer noch, dass diesem Arbeitskonto Regeln aufgelegt wurden, so dass sich der Admin nicht mehr anmelden kann. Dies ist nur ein Beispiel von vielen was schieflaufen kann.

Fazit
Die Umstellung von dem Microsoft-Konto auf das Arbeitskonto kann eine Erleichterung für Endkunden sein, welche eine Online Service-Strategie haben und dort auch nur mit einem Konto arbeiten. Für alle anderen Kunden, welche hybride Ansätze fahren ist es unabdingbar sich vorher zu informieren was wie zusammenhängt, um Fehler zu vermeiden oder um weiterhin Zugriff auf vertragsrelevante Informationen zu behalten.
Grundsätzlich gilt natürlich bei Login-Problemen den VLSC Support von Microsoft zu kontaktieren. Wenn Sie aber schnell feststellen, dass es ein organisatorisches Problem ist dann wenden Sie sich gerne an SoftwareONE.  – wir unterstützen Sie gerne mit einem Cloud-Portal-Workshop wieder eine funktionierende Berechtigungsstruktur zu erstellen.

Hinterlasse eine Antwort