Die Macht der Visualisierung in der digitalen Welt

September 24, 2018
Dr. Steven Bashford

Autor

Dr. Steven Bashford

Director Technical Services EMEA, Corel GmbH, Division Mindjet

Produktentwicklung ohne Innovation und frischen Ideen ist undenkbar und die Digitale Transformation ist das Top-Thema in allen Wirtschaftsunternehmen. Bei der Bewältigung der drängendsten Herausforderungen ist es wichtig, den Überblick zu behalten ohne Details aus dem Blick zu verlieren. Mithilfe von Visualisierung gelingt dies besonders einfach.

Visuelle Aufbereitung vernetzter Daten

Die visuelle Darstellung von Daten ist essenziell für ein besseres Verstehen. Neben einem besseren Überblick und einem schnelleren und nachhaltigen Verständnis, zählen auch das Erkennen von Zusammenhängen und mehr Transparenz in der Kommunikation zu den großen Mehrwerten der Visualisierung. MindManager hat seine Wurzeln in der Mindmapping-Methode und war die erste Software, welche diese Methode seit 1994 unterstützte. Der Vorteil der Methode war (und ist), dass sie eine sehr intuitive Form der Darstellung von Wissen ermöglicht, die jeder unmittelbar versteht.

Es wurde sehr schnell klar, dass die Mehrwerte der Methode in vielen Business-Anwendungen zum Tragen kommen, wozu es aber für einen realen Einsatz in solchen Szenarien Erweiterungen der Methode bedurfte. Die Methode wurde kontinuierlich zu einer stark erweiterten Form des Mindmappings – dem Business-Mapping – ausgebaut. Dazu wurden Erweiterungen der Zweige einer Map notwendig um bestimmte Inhalte präziser darstellen zu können.

Dazu zählten die Erweiterungen um:

  • Aufgabeninformationen (wie Status, Start- & Enddatum, Aufwand, Ressourcen, etc.) und Aufgabenabhängigkeiten
  • Symbolische und textbasierte Markierungen zur Qualifikation und Kategorisierung von Zweigen
  • Hyperlinks zur Referenzierung externer Dokumente, Webseiten und Anhänge
  • Zweigeigenschaften und Kalkulationen, um auch Unternehmenskennzahlen und strukturierte Daten und Datentypen erfassen und berechnen zu können
  • Integrationen mit Microsoft Office

Layout-Erweiterungen – wie z.B. Organigramm-, Baum- und Zeitachsenlayouts – und ein formaleres Aussehen von Maps spielten eine große Rolle bei der Akzeptanz innerhalb von Business-Anwendungen. Relevant ist hierbei, dass bei all diesen Erweiterungen die hierarchische Struktur immer noch die einzige Grundlage der Visualisierung bildete.

Alles in allem können durch diese Erweiterungen Anwendungsfälle wie Aufgaben- und Projektmanagement, Strategie- und Budgetplanung, Risikomanagement, uvm. gewinnbringend unterstützt werden.

Nachdem vermehrt Kunden weitere Visualisierungsmöglichkeiten gefordert haben – da Mindmaps nicht immer die beste visuelle Darstellung für bestimmte Daten oder Informationen bieten – gibt es mittlerweile eine große Bandbreite weiterer Diagrammtypen in MindManager. Zum einen Flussdiagramme und Schwimmbahndiagramme, die i.d.R. geeigneter sind um Prozessflüsse darzustellen. Zum anderen Konzept-Maps, mit denen Wissensinhalte, die Beziehungen repräsentieren, sehr elegant und einfach modelliert werden können. Und seit der MindManager Windows Version 2018 gibt es neue Hintergrundobjekte, mit denen es nun möglich ist z.B. 2×2 Matrizen (siehe Abbildung 2), Venn-Diagramme und viele weitere Diagramme zu gestalten.

Wesentlich ist hier, dass in allen Diagrammtypen auch die Erweiterungen, wie Zweigeigenschaften, Aufgabeninformationen und die später noch erläuterten Möglichkeiten eingesetzt werden können. Hierdurch entstehen keine puren Visualisierungen bzw. statischen Bilder, sondern lebendige Dokumente, in denen mit Daten effizient gearbeitet werden kann.

Darüber hinaus können alle Diagrammtypen kombiniert werden, wodurch sich Inhalte immer mit der geeignetsten Visualisierung darstellen lassen. Dadurch können häufig wesentlich kompaktere und klarere Darstellungen von Daten, Projekten und Prozessen entwickelt werden (siehe Abbildung 3).

Mit den unterschiedlichen Werkzeugen kann man jetzt sehr gezielt bestimmte Kennzahlen automatisiert hervorheben und nach wichtigen Bereichen filtern. Außerdem ermöglichen das Expandieren und Kollabieren von Zweigstrukturen ebenfalls zielgenau die Detailgrade zu definieren, die man sehen möchte und unterschiedliche Bereiche der Maps gegenüberzustellen. Etwas, was in linearen Formaten wie Word oder Excel nur bedingt möglich ist. Durch das visuelle Format werden strukturelle Zusammenhänge schnell erkennbar und hervorgehoben.

Auch wenn diese Map manuell erstellt wurde ist es denkbar, die Kennzahlen – wie z.B. Häufigkeiten oder Risikowerte – auch aus einer Datenbank einzulesen oder sogar große Teile der Maschinenbeschreibung automatisiert zu erstellen. Dies wäre insbesondere wichtig, wenn sich Kennzahlen im Verlauf der Zeit auf der Basis neu generierten Datenmaterials ändern. Hierdurch würden dann Daten entsprechend aktualisiert und auf der Basis der beschriebenen Werkzeuge auch neue kritische Bereiche automatisiert herausgestellt werden.

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