Der unweigerliche Pfad in die Microsoft Cloud

Februar 14, 2018
In der idealen Microsoft-Welt setzt die Mehrheit der Unternehmenskunden bereits auf Microsoft 365 und nutzt die umfangreiche Suite an Produkten in vollem Umfang. Allerdings hinkt man mit der Umsetzung dieser Vision noch weit hinterher, und das weiß auch Microsoft. Das Interesse dürfte natürlich groß sein diese Situation zu ändern, um die Kunden ans Microsoft Eco-System zu binden. Allerdings wird es auch immer deutlicher, dass mit der digitalen Evolution Themen wie Sicherheit und Compliance an Bedeutung gewinnen. Um hier einen gewissen Standard liefern zu können, bleibt es nicht aus, dass die Software aktuell bzw. unter Support ist, und die Komponenten ideal interagieren.

Um diese Kollaboration der Software Suiten zu treiben und die Kunden mit sanften Druck dorthin zu führen, gibt Microsoft nun zwei Jahre bevor der Extended Support für Windows 7 ausläuft folgende Änderungen im zukünftigen Support-Modell bekannt:

Windows OS

Wie bereits in der Vergangenheit hat Microsoft erneut den Support-Zeitraum für Windows 10 Enterprise & Education in den aktuellsten 3 Versionen verlängert. Nun haben Unternehmen eine Support-Abdeckung von 24 Monaten ab Release. Die Editionen im Windows as a Service Modus, d.h. LTSC (früher LTSB), ist hiervon nicht berührt. Im Blog von Microsoft wird auch verraten, dass es die Möglichkeit gibt, gegen einen Aufpreis einen zusätzlich weiteren Support-Zeitraum zu erhalten. Die Bedingungen und Preise sind aktuell nicht bekannt, werden auch nur in speziellen Kundensituationen verhandelt.

Release Release-Datum End of Support Ende der zusätzlichen Services für Enterprise & Education
Windows 10, Version 1511 10. November 2015 10. Oktober 2017 10. April 2018
Windows 10, Version 1607 02. August 2016 10. April 2018 09. Oktober 2018
Windows 10, Version 1703 05. April 2017 09. Oktober 2018 09. April 2019
Windows 10, Version 1709 17. Oktober 2017 09. April 2019 09. Oktober 2019

Office 365 ProPlus

Zum 14. Januar 2020, wenn auch der Extended Support für Windows 7 ausläuft, wird Microsoft den Support von Office 365 ProPlus auf Windows 7 einstellen, wie es auch bereits der Fall für Windows 10 Versionen ist, die nicht mehr unter Support sind aus dem Semi-Annual-Channel (früher CBB). Allerdings wird ab diesem Zeitpunkt auch kein Support mehr für Office 365 ProPlus auf Windows 8.1, Windows Server 2016 und Windows 10 LTSC geleistet, auch wenn diese Betriebssysteme dann noch weiter unter Support stehen.

Somit werden Unternehmen beim Einsatz von Office 365 ProPlus ab 2020 gezwungen sein, auch Windows 10 im Semi-Annual-Channel (SAC) zu nutzen. Für Unternehmen, welche Remote Desktop und VDI/Desktop Virtualisierung einsetzen um Office zur Verfügung zu stellen, hat Microsoft angekündigt, in den nächsten Versionen von Windows 10 und Windows Server erweiterte Virtualisierungsoptionen zur Verfügung zu stellen.

Office 2019 – On-Premises

Laut Ankündigung von Microsoft wird in der zweiten Hälfte 2018 eine neue On-Premises Version von Office auf den Markt kommen – Office 2019. Diese neue Version wird voraussichtlich nur auf folgenden Windows Betriebssystemen unterstützt:

  • Jede Windows 10 SAC Edition mit aktiven Support
  • Windows 10 Enterprise LTSC 2018
  • Die nächste LTSC Version von Windows Server

Wichtig für Unternehmen dürfte auch sein, dass Office 2019 nur noch mit der Click-to-Run-Aktivierung angeboten wird und keine MSI Option mehr ab Ver.2019 für die Office Clients. Somit müssen Remote Desktop und VDI Umgebungen auch entsprechend angepasst werden.

Des Weiteren kann man aktuell davon ausgehen, dass Office 2019 Client und Server nicht mehr dem bisher gültigen Support 5+5 Modell unterliegen wird. Nach 5 Jahren Mainstream-Support, gibt es voraussichtlich nur eine verkürzte Extended Support Phase von 2 Jahren.

Alles in allem wird der Weg in die Cloud und in das Subscription-Modell von Microsoft immer unausweichlicher. Während man noch ein paar Jahre auf On-Premises setzten kann, wird es nun Zeit sich mit der Umstellung zu befassen, denn Microsoft lässt ab 2020 nur noch wenig Spielraum.

Detailinformationen erhalten Sie auch auf folgendem Blog von Microsoft.

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